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Teleradiologie

heisst es, wenn der Radiologe nicht vor Ort ist, wo die Roentgenuntersuchung durchgefuehrt wird, sondern an einem weiter entfernten Ort die Aufnahmen auswertet und die Befunde dem zuweisenden Kollegen zurueckschickt. Angesichts der weltweiten Verknappung nicht nur von Energiereserven und Trinkwasser, sondern auch von Radiologen, eine sehr sinnvolle Einrichtung, die nicht zuletzt auch einen erheblichen wirtschaflichen Vorteil bietet fuer das Krankenhaus, das mit diesem System arbeitet - der Experte (Radiologe) muss naemlich auf diese Weise nur fuer genau die geleistete Arbeit bezahlt werden und nicht fuer Stunden, in denen er eventuell mal Leerlauf hat. Dieses System setzt sich daher zunehmend durch; wie ich gehoert habe gibt es z.B. in den USA nicht wenige Klinken, die ihre nachts durchgefuehrten Computertomografien via Internet nach Indien verschicken, wo sie befundet und die Ergebnisse auf dem gleichen Wege zum Anforderer zurueckgeschickt werden.

Fuer unser Krankenhaus in den Anden habe ich aehnliche Ziele im Sinn; allerdings haben wir hier das Problem, dass nicht ausreichend schnelle Internetverbindungen bestehen, um die doch erheblichen Datenmengen eines Roentgenbildes oder sogar einer Computertomografie zu verschicken. Aber auch dafuer gibt es eine Loesung: unsere Aufnahmen reisen nicht durch ein Kabel, sondern im Taxi auf der Strasse, und sind auf diesem Weg auch in ca. 2 Stunden in Cusco, wo ein Radiologe innerhalb kuerzester Zeit die Befunde schreibt und diese - ebenfalls im Taxi - wieder zurueck nach Curahuasi schickt. Die Methode hat sich schon mehrfach in den letzten Monaten waehrend meiner kuerzeren Abwesenheiten bewaehrt und wird das hoffentlich auch in Zukunft weiterhin tun.

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