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Archive for September, 2007

Hurra

Wednesday, September 26th, 2007

da ist er wieder, der Blog vom “Roentgen in Peru”. So wahnsinnig viel vom Roentgen hat er ja bisher genau genommen noch nicht erzaehlt, aber ich gelobe Besserung, jetzt ist wirklich bald soweit: am 2.10.,  so hat unsere “Regierung” entschieden,  fangen alle Mitarbeiter, die schon in Curahuasi leben (und nicht z.B. noch Sprachkurs machen) mit regelmaessigen Arbeitszeiten an - es gibt immer noch eine Menge an der Inneneinrichtung und auch Organisatorisches zu tun - und am 22.10. ist endlich der grosse Tag an dem sich die Tore das erste Mal fuer die Patienten oeffnen werden! Man darf also gespannt sein…

Serverausfall

Wednesday, September 26th, 2007

Hallo zusammen,

eigentlich dachte ich das mein Serverprovider beim letzten Ausfall den Server erneuert hatte. Hat er aber wohl nicht. Der Rechner ist ganz kaputt gegangen und verweigerte wohl komplett seinen Dienst. Ich bekam eine Mail in der ich gefragt wurde welches Betriebssystem ich fuer meinen neuen Server haben moechte. (Debian etch Linux, fuer die die es wissen moechten). Der Provider hat trotz meiner quengelnden Mails 2 ganze Wochen gebraucht den Rechner fertigzustellen. Erst ein durchaus erboster Anruf, sonst ueberhaupt nicht meine Art, fuehrte dazu das mein Server noch am selben Tag fertiggestellte wurde, ich sogar “bessere” Hardware bekommen habe als der Vertrag hergibt. Nun ja.

Ich hoffe, das sich weitere Ausfaelle nun endlich wirklich rar machen und ich dem Blog noch beibringen kann doch bitte Umlaute darzustellen.

gruss
El Administratore Hoschi

Quadratmeterweise

Monday, September 3rd, 2007

Fensterputzen war am nächsten Tag bei mir angesagt. Dienstag abend waren wir in Curahuasi angekommen, Freitag sollte die Einweihungsfeier sein und im Krankenhaus war noch einiges an Vorbereitungsarbeiten zu erledigen. Alle aus dem Team haben mitgeholfen so gut es ging und so hat es schliesslich einigermassen zufriedenstellend geklappt mit dem Putzen und der Dekoration.
Begonnen hat der Freitag mit Regen - etwa 2 Stunden lang hat er angedauert; ausgerechnet an diesem einen Tag, habe ich gedacht, mitten in der Trockenzeit, musste das denn sein, aber danach wurde es dann sonnig und ein wenig windig, also perfekt, so dass es nicht zu heiss wurde. Im Nachhinein hat sich der Regen auch als ganz gut erwiesen, so war es wesentlich weniger staubig als sonst. Aber auch sonst ist alles reibungslos gelaufen. Über hundert Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch haben ein paar meiner Kollegen mittags den “VIP”-Gästen serviert, darunter der Präsidentengattin, die tatsächlich erschienen ist - eine logistische Glanzleistung, da die Krankenhausküche noch nicht in Betrieb ist. Anschliessend wurden diese Gäste sowie die Presse - es waren Vertreter von etlichen peruanischen Fernsehsendern gekommen - durch das Krankenhaus geführt. Von 14 bis fast 18 Uhr dauerte dann die eigentliche Eröffnungsfeier, zu der erwartungsgemäss etwa 4000 Menschen erschienen waren, mit Flaggenhissen und etlichen Reden, unter anderem von der Präsidentengattin sowie vom Gesundheitsminister, dem Präsidenten unseres “Departementos” Apurimac, dem aktuellen und vorherigen Bürgermeister von Curahuasi und dem deutschen Botschafter aus Lima.
Am Samstag war dann “Tag der offenen Tür” für alle und ich war eine von den 5 Mitarbeitern, die Führungen gemacht hat. Während im Innenhof ein Kinderfest statt fand mit Hüpfburg, verschiedenen Geschicklichkeitsspielen sowie einer Mal- und Bastelecke, bin ich 12 mal hintereinander mit Gruppen von 20 - 30 Einheimischen durch das Krankenhaus gezogen und habe ihnen gezeigt, was es da alles an tollen Geräten gibt, mit denen wir sie demnächst versorgen werden, wenn sie krank werden. Zu den Highlights gehörten die OPs mit ihren modernen Patientenliegen und High-Tech-OP-Lampen, das Labor mit den im letzten Moment eingetroffenen Analysecomputern, einer Spende der Firma Roche, sowie natürlich das neue Philips-Sonogerät und mein zukünftiges Lieblingsspielzeug, das Siemens-CT. Ich habe viele ungläubige Gesichter gesehen und Köpfeschütteln über so unglaublich teure moderne Geräte, die nun für diese Menschen zur Verfügung stehen, von denen viele in sehr schlichten Adobehäusern wohnen und von Tag zu Tag ums überleben kämpfen. Ganz besonders gut gefallen hat den Besuchern das Kinderkrankenzimmer, das noch letzten Samstag von Mitarbeitern gestaltet wurde mit einer Arche Noah, ein paar Lamas, einem Condor sowie ein paar Meerschweinchen und Hühnern, die sie an die Wände gemalt haben; ausserdem gibt es dort einen nagelneuen Inkubator, ein Gitterbettchen für Kleinkinder sowie eine Spielecke mit einem Tischen und ein paar schönen Holzspielsachen. So etwas Schönes, sagte ein extra aus Lima angereister Medizinstudent, hätte er noch nicht einmal in Lima im Kinderspital gesehen.

24 Stunden

Monday, September 3rd, 2007

hat unsere Busreise von Lima nach Curahuasi gedauert. Am gleichen Montag, nach Interpolbesuch und zwei Führerscheinprüfungen, einer Fahrt zum Busunternehmen, um die entsprechenden Fahrscheine zu kaufen und schliesslich auch noch einem kurzen Besuch beim “IPEN”, dem “Instituto Peruano de Energia Nuclear” um die Bescheinigung über die bestandene Stahlenschutzprüfung abzuholen, sind wir abends um 8 Uhr in den Bus gestiegen. Mit mir unterwegs war Familie Brady, eine Kinderärztin und ein Urologe mit zwei sehr süssen Kindern - Anna, 2 Jahre alt, und Konstantin mit gerade mal 5 Monaten. Am nächsten Tag gegen Mittag sollten wir in Curahuasi ankommen, und auch wenn Busfahrten etwas länger dauern als zu Fliegen, sind sie doch mit weniger logistischem Aufwand verbunden und ausserdem ein ganzes Stück billiger.
Leider konnten wir den Fahrplan nicht ganz einhalten: kurz nach Mitternacht, nachdem wir etwa 5 Stunden unterwegs waren und in der Nähe von Nasca, hatten wir einen ziemlich schweren Fahrzeugschaden, irgendetwas an einem der Räder war kaputt gegangen und der Radkasten war, wie ich später gesehen habe, zum Teil abgerissen. Der Bus war damit nicht mehr fahrtüchtig und es musste ein neuer aus Lima angefordert werden. Aufgrund der Erdbebenschäden gibt es aber leider zur Zeit in der Gegend von Nasca und Ica keinen Telefonempfang, es musste also jemand vom Personal vermutlich per Anhalter bis zum nächsten funktionierenden Telefon fahren (ca. 2 Stunden entfernt) un die Zentrale zu informieren und ein Ersatzfahrzeug anzufordern, das dann insgesamt etwa 8 Stunden später eingetroffen ist. Morgens um 9 Uhr konnten wir endlich die Fahrt fortsetzen und die gesamte Andenpassage lag noch vor uns! Abends um 20 Uhr sind wir dann schliesslich angekommen, erschöpft und heilfroh, dass die Fahrt vorbei war - aber auch dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist und nicht z.B. dieser Schaden in einer Kurve oben in den Bergen aufgetreten ist.
Nach so einer langen Fahrt hätte ich natürlich gerne eine Dusche genommen, aber leider war gerade mal wieder das Wasser abgestellt…

Zweimal

Monday, September 3rd, 2007

musste ich dann doch noch die Führerscheinprüfung machen. Montag, nachdem wir mal wieder bei Interpol gewesen waren, bin ich zum „Touring y Automovil Club del Peru“ gefahren, wo diese Prüfungen abgenommen werden. Ich kam auch ziemlich schnell an die Reihe, mir ist ein Computer zugewiesen worden, wo ich von 30 “Multiple Choice” Fragen mindestens 20 richtig beantworten musste. Es lief super gut, schließlich hatte ich über das Wochenende gelernt und von den ersten 21 Fragen habe ich nur eine falsch beantwortet. Damit war die Prüfung beendet und zufrieden und mir selbst innerlich ob dieses hervorragenden Ergebnisses auf die Schulter klopfend bin ich zum Prüfungsleiter gegangen, um die entsprechende Bescheinigung über die bestandene Prüfung abzuholen.
Irgendwas schien aber nicht zu stimmen und so ist dieser Mann noch mal mit mir zurück zu meinem Prüfungscomputer gegangen um dort festzustellen, dass sie mir leider nur ein Probeexamen gegeben hatten! Nicht so schlimm, fand er, ich sollte es eben einfach noch mal machen. Na klasse, dachte ich, habe ja sonst nicht mehr viel vor an dem Tag… (es war mittlerweile schon nach 12 Uhr mittags und ich musste nochmal zum Institut für Nuklearenergie und ausserdem unsere Bustickets kaufen, abends um 8 Uhr wollten wir ja schon in Richtung Curahuasi abreisen). Beim zweiten Mal ist es dann auch etwas enger geworden mit dem Ausgang der Prüfung, 7 Fehler hatte ich. Aber egal, am Ende gibt es ja nur “bestanden” oder “nicht bestanden”.
Nicht wiederholen muss ich zum Glück die Strahlenschutzprüfung: ich habe sie tatsächlich bestanden. Damit habe ich nun also auch in Peru die “License to grill”.

Quadratmeterweise

Monday, September 3rd, 2007

Fensterputzen war am nächsten Tag bei mir angesagt. Dienstag abend waren wir in Curahuasi angekommen, Freitag sollte die Einweihungsfeier sein und im Krankenhaus war noch einiges an Vorbereitungsarbeiten zu erledigen. Alle aus dem Team haben mitgeholfen so gut es ging und so hat es schliesslich einigermassen zufriedenstellend geklappt mit dem Putzen und der Dekoration.
Begonnen hat der Freitag mit Regen - etwa 2 Stunden lang hat er angedauert; ausgerechnet an diesem einen Tag, habe ich gedacht, mitten in der Trockenzeit, musste das denn sein, aber danach wurde es dann sonnig und ein wenig windig, also perfekt, so dass es nicht zu heiss wurde. Im Nachhinein hat sich der Regen auch als ganz gut erwiesen, so war es wesentlich weniger staubig als sonst. Aber auch sonst ist alles reibungslos gelaufen. Über hundert Essen mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch haben ein paar meiner Kollegen mittags den “VIP”-Gästen serviert, darunter der Präsidentengattin, die tatsächlich erschienen ist - eine logistische Glanzleistung, da die Krankenhausküche noch nicht in Betrieb ist. Anschliessend wurden diese Gäste sowie die Presse - es waren Vertreter von etlichen peruanischen Fernsehsendern gekommen - durch das Krankenhaus geführt. Von 14 bis fast 18 Uhr dauerte dann die eigentliche Eröffnungsfeier, zu der erwartungsgemäss etwa 4000 Menschen erschienen waren, mit Flaggenhissen und etlichen Reden, unter anderem von der Präsidentengattin sowie vom Gesundheitsminister, dem Präsidenten unseres “Departementos” Apurimac, dem aktuellen und vorherigen Bürgermeister von Curahuasi und dem deutschen Botschafter aus Lima.
Am Samstag war dann “Tag der offenen Tür” für alle und ich war eine von den 5 Mitarbeitern, die Führungen gemacht hat. Während im Innenhof ein Kinderfest statt fand mit Hüpfburg, verschiedenen Geschicklichkeitsspielen sowie einer Mal- und Bastelecke, bin ich 12 mal hintereinander mit Gruppen von 20 - 30 Einheimischen durch das Krankenhaus gezogen und habe ihnen gezeigt, was es da alles an tollen Geräten gibt, mit denen wir sie demnächst versorgen werden, wenn sie krank werden. Zu den Highlights gehörten die OPs mit ihren modernen Patientenliegen und High-Tech-OP-Lampen, das Labor mit den im letzten Moment eingetroffenen Analysecomputern, einer Spende der Firma Roche, sowie natürlich das neue Philips-Sonogerät und mein zukünftiges Lieblingsspielzeug, das Siemens-CT. Ich habe viele ungläubige Gesichter gesehen und Köpfeschütteln über so unglaublich teure moderne Geräte, die nun für diese Menschen zur Verfügung stehen, von denen viele in sehr schlichten Adobehäusern wohnen und von Tag zu Tag ums Überleben kämpfen. Ganz besonders gut gefallen hat den Besuchern das Kinderkrankenzimmer, das noch letzten Samstag von Mitarbeitern gestaltet wurde mit einer Arche Noah, ein paar Lamas, einem Condor sowie ein paar Meerschweinchen und Hühnern, die sie an die Wände gemalt haben; ausserdem gibt es dort einen nagelneuen Inkubator, ein Gitterbettchen für Kleinkinder sowie eine Spielecke mit einem Tischen und ein paar schönen Holzspielsachen. So etwas Schönes, sagte ein extra aus Lima angereister Medizinstudent, hätte er noch nicht einmal in Lima im Kinderspital gesehen.

24 Stunden

Monday, September 3rd, 2007

hat unsere Busreise von Lima nach Curahuasi gedauert. Am gleichen Montag, nach Interpolbesuch und zwei Führerscheinprüfungen, einer Fahrt zum Busunternehmen, um die Fahrscheine zu kaufen und schließlich auch noch einem kurzen Besuch beim “IPEN”, dem “Instituto Peruano de Energia Nuclear”, um die Bescheinigung über die bestandene Stahlenschutzprüfung entgegenzunehmen – sind wir abends um 8 Uhr in den Bus gestiegen, mit mir Familie Brady, eine Kinderärztin und ein Urologe mit zwei sehr süßen Kindern: Anna, 2 Jahre alt, und Konstantin mit gerade mal 5 Monaten. Am nächsten Tag gegen Mittag sollten wir in Curahuasi ankommen, und auch wenn Busfahrten etwas länger dauern als zu Fliegen, sind sie doch mit weniger logistischem Aufwand verbunden und außerdem eine ganze Ecke billiger.
Leider konnten wir den Fahrplan nicht ganz einhalten; nach Mitternacht, als wir etwa 6 Stunden unterwegs waren und in der Nähe von Nasca, hatten wir einen ziemlich schweren Schaden am Fahrzeug, irgendetwas an einem der Räder war kaputt gegangen und der Radkasten war, wie ich später gesehen habe, zum Teil abgerissen. Der Bus war damit nicht mehr fahrtüchtig und es musste ein neuer aus Lima angefordert werden. Aufgrund der Erdbebenschäden gibt es aber leider in der Gegend von Nasca und Ica zurzeit keinen Telefonempfang, es musste also jemand vom Personal vermutlich per Anhalter bis zum nächsten funktionierenden Telefon fahren (ca. 2 Stunden entfernt), es hat also insgesamt etwa 8 Stunden gedauert, bis der Ersatzbus angekommen ist. Morgens um 9 konnten wir dann die Fahrt fortsetzen und die gesamte Andenpassage lag noch vor uns! Abends um 20 Uhr sind wir dann schließlich angekommen, erschöpft und heilfroh, dass die Fahrt vorbei war – aber auch dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist und nicht z.B. dieser Schaden in einer Kurve oben in den Bergen aufgetreten ist.
Nach so einer langen Fahrt hätte ich natürlich gerne eine Dusche genommen, aber leider war gerade mal wieder das Wasser abgestellt..

Zweimal

Monday, September 3rd, 2007

Musste ich dann doch noch die Führerscheinprüfung machen. Montag, nachdem wir mal wieder bei Interpol gewesen waren, bin ich zum „Touring y Automovil Club del Peru“ gefahren, wo die Prüfungen abgenommen werden. Ich kam auch ziemlich schnell an die Reihe und mir wurde ein Computer zugewiesen, wo ich von 30 „Multiple Choice“ Fragen mindestens 20 richtig beantworten musste. Es lief hervorragend, ich hatte schließlich über das Wochenende gelernt und von den ersten 21 Fragen hatte ich nur eine einzige falsch. Damit war die Prüfung beendet und zufrieden und mir selbst innerlich ob dieses hervorragenden Ergebnisses auf die Schulter klopfend bin ich zum Prüfungsleiter gegangen, um die entsprechende Bescheinigung über die bestandene Prüfung abzuholen.
Irgendwas schien aber nicht zu stimmen und so ist dieser Mann noch mal mit mir zurück zu meinem Prüfungscomputer gegangen um dort festzustellen, dass sie mir leider nur ein Probeexamen gegeben hatten! Nicht so schlimm, fand er, ich sollte es eben einfach noch mal machen. Na klasse dachte ich, habe ja sonst nicht mehr viel vor an dem Tag - ausser die Bustickets für uns kaufen zu gehen und beim Institut für Nuklearenergie vorbeigeben, man ist jeweils schnell eine knappe Stunde unterwegs von einem Ort zum nächsten und abends um 8 Uhr wollten wir fahren und es war ja schon nach 12 Uhr… Beim zweiten Mal ist es dann auch etwas enger geworden mit dem Ausgang der Prüfung, sieben Fehler hatte ich von maximal neun, die man machen darf, aber egal, am Ende gibt es ja nur “bestanden” oder “nicht bestanden”.
Nicht wiederholen muss ich zum Glück die Strahlenschutzprüfung: ich habe sie tatsächlich bestanden, wie ich ebenfalls am Montag erfahren habe. Damit habe ich nun also auch in Peru die „License to grill“.